Das Johannisfest – Die Sommersonnenwende – Solstitium Aestivum – Summer Solstice

☀️ Feiertage des Lichts: Was verbindet die Sommersonnenwende mit der Freimaurerei? 🏛️✨
Traditionell um den 24. Juni feiern Freimaurer weltweit das Johannisfest (Sommer-Johannis). Es ist der absolute rituelle Höhepunkt des maurerischen Jahreslaufs!
Hier sind 3 spannende Fakten, warum dieses Datum so wichtig ist:
1️⃣ Historischer Ursprung: Der 24. Juni ist der Tag Johannes des Täufers – dem Schutzpatron der alten Steinmetzhütten. Genau an diesem geschichtsträchtigen Tag im Jahr 1717 schlossen sich vier Logen in London zur ersten Großloge zusammen – die Geburtsstunde der modernen Freimaurerei.
2️⃣ Die Symbolik des Lichts: Die Sommersonnenwende beschert uns den längsten Tag. Da „Licht“ in der Freimaurerei für Erkenntnis, Geist und Wahrheit steht, feiert man hier die „Ernte“ der inneren Arbeit am eigenen Charakter („dem rauen Stein“).
3️⃣ Die zwei Säulen des Jahres: Das maurerische Jahr balanciert zwischen zwei Polen. Während der Sommer-Johannes (der Täufer) für Tatkraft und das aktive Wirken in der Welt steht, symbolisiert der Winter-Johannes (der Evangelist, 27. Dez.) die stille Einkehr und Kontemplation.
Im Gegensatz zur ernsten Arbeit im Winter ist das Sommer-Johannisfest von Lebensfreude und Offenheit geprägt. Oft wird es als festliche „Tafelloge“ oder als offenes Fest mit Partnern und Gästen gefeiert, bevor die Logen in die wohlverdiente Sommerpause gehen. 🌿
Den Freimaurern ist die Sommersonnenwende Mahnung zur Demut
Im Kontext der Freimaurerei und des Johannisfestes spiegelt eine wichtige Polarität wider:
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Das Sommer-Johannisfest feiert zwar den Höchststand des Lichts, trägt aber immer auch die melancholische Erinnerung in sich, dass die Dunkelheit ab jetzt wieder zunimmt. Es ist die Mahnung, im Moment des größten Erfolgs demütig zu bleiben.
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Erst am tiefsten Punkt des Winters, zur Wintersonnenwende, wandelt sich das Blatt: Die ohnmächtige, besiegte Sonne (Sol victus) wird in der dunkelsten Nacht neu geboren und kehrt als strahlender, unbesiegter Sieger (Sol invictus) zurück.
Sol victus und Sol invictus sind somit keine bleibenden Zustände, sondern beschreiben die zwei Phasen eines ewigen, zyklischen Kreislaufs von Stirb und Werde.

